FDP für Aalschutz - Hobbyangler nicht verantwortlich für Rückgang der Aalbestände

Der europäische Aal ist in seinem Bestand gefährdet!
Das ist lange bekannt. Deshalb wurde unter der deutschen Ratspräsidentschaft in der EU die "Verordnung mit Maßnahmen zur Wiederauffüllung des Bestands des Europäischen Aals", (EG Nr. 1100/2007) verabschiedet. Der Schutz des Europäischen Aals muss dort ansetzen, wo die Gefährdung am größten ist: Das ist der Export der Glasaale nach China, ihr Verzehr als Delikatesse in Spanien und Frankreich sowie der Verbau der Flüsse und das Häckseln der Aale in Wasserkraftanlagen.
Deshalb verpflichtet die EU-Verordnung die Länder der EU, die Abwanderung der laichreifen Blankaale so zu verbessern, dass mindestens 40% Nordsee und Atlantik erreichen. Weiter sollen mindestens 60% des Glasaalaufkommens für den Gewässerbesatz zur Verfügung stehen.
Wer jetzt den Hobbyanglern den Aalfang verbieten will und meint, damit den Sündenbock benannt zu haben, hat die wirklichen Probleme nicht erkannt.
Die Sportfischer schützen durch Gewässerpflege und Aalbesatz die Aal-Bestände und müssen bei ihrer Arbeit unterstützt statt behindert werden.
Ihnen das Angeln von Aalen zu verbieten, wird auch dazu führen, dass sie weder Aalbesatz noch die Renaturierung von Gewässern durchführen werden. Im Übrigen fischt der Kormoran in etwa die gleiche Menge an Fisch wie Hobbyangler und Berufsfischer gemeinsam den Gewässern entnehmen, (s. Antrag "Fischartenschutz fördern - vordringliche Maßnahmen für ein Kormoranmanagament", BT-Drs. 16/3098)
Oberste Priorität zum Schutz des Aals muss deshalb eine Umrüstung von Wasserkraftwerken und ein Umdenken bei der Förderung von wenig effizienten, für den Aal aber tödlichen Kleinwasserkraftanlagen haben. Auch muss das Aalmanagement konsequent durchgeführt werden.
Quelle: VDSF
Angelflohmarkt am Baldeneysee 21.11.2009

Alt, Überzählig oder Fehlkauf???
Da gibt es für Angelgerät jetzt eine Möglichkeit:
"Beim Angelflohmarkt verkaufen!"
Am 21. November 2009 findet ein vorweihnachtlicher Angelflohmarkt am Vereinsheim des Fischerei-Vereins Essen statt. Von 14 bis 18 Uhr kann hier bei Glühwein und Lebkuchen gekauft, verkauft, getauscht und geklönt werden. Eingeladen sind alle Anglerinnen und Angler und die, die es werden wollen.
Der Flohmarkt findet im Außenbereich des Vereinsheims (Essen-Heisingen, Stauseebogen 39) statt!
"Warme Kleidung und Schirm werden empfohlen."
Standreservierung:
Unter das-fischerhaus(at)gmx.de oder 0176/52131326.
1 Tisch je Anbieter, Tisch bitte selbst mitbringen.
Standlänge maximal 3 Meter, 10 € Standgebühr.
Fischerei-Verein Essen e.V.
Stauseebogen 39
45259 Essen-Heisingen
Quelle: Fischerei-Verein Essen e.V.
Fischereiminister beschließen Ostsee-Fangquoten

Weniger Hering, dafür mehr Dorsch!
Nach harten Verhandlungen haben sich die europäischen Fischereiminister am frühen Dienstagmorgen in Luxemburg auf die Ostsee-Fangquoten für kommendes Jahr geeinigt.
Demnach sinken die erlaubten Fangmengen für Hering in der westlichen Ostsee um 16,5 Prozent. Dafür dürfen die Fischer in der östlichen Ostsee 15 Prozent mehr Dorsch fangen und in der westlichen Ostsee 8,6 Prozent mehr.
Die Europäische Kommission hatte für den Hering in der westlichen Ostsee ein Minus von 21 Prozent vorgeschlagen, um die Bestände zu schonen. Agrar-Staatssekretär Gert Lindemann erklärte, dass zum Ausgleich die Fangmöglichkeiten im Skagerrak und im Kattegat nun um 25 Prozent gesenkt würden, so dass unter dem Strich die Bestände ausreichend geschont würden.
«Das ist ein gutes Ergebnis, die Zugeständnisse an unsere Fischer gehen nicht zu Lasten der Bestände», sagte er. So seien Skagerrak und Kattegat für Jungfische sogar noch wichtigere Gebiete, zudem vermischten sich die Bestände mit denen der westlichen Ostsee. Dagegen hätten die Fischer klar gemacht, dass ein Minus von 21 Prozent für sie existenzbedrohend gewesen wäre.
Die Herings-Bestände schrumpfen nach Kommissionsangaben seit längerem. So sei der Nachwuchs mengenmäßig auf ein Viertel seiner ursprünglichen Größe geschrumpft. Dennoch seien die Fangquoten für 2009 «deutlich über der wissenschaftlichen Empfehlung» festgelegt worden, kritisierte die Behörde die Minister. Dagegen hatte sich der Zustand des Dorschs - des «Kabeljaus der Ostsee» erholt.
Die Quoten für Sprotten in der Ostsee werden um 5 Prozent gekürzt. Beim Lachs gibt es ein Minus von 5 Prozent, außer in der Finnischen Bucht, wo die Menge gleich bleibt. Scholle darf im nächsten Jahr ebenfalls in der gesamten Ostsee im gleichen Umfang gefischt werden. Für die zentralen Heringsbestände legten die Minister ein Minus von 12 Prozent fest. Dagegen gibt es im Bottnischen Meerbusen ein Plus von 25 Prozent und in der Bucht von Riga ein Plus von 4 Prozent. Über die Fangquoten für Nordsee und Atlantik entscheiden die Minister im Dezember.
In Europa gelten fast 90 Prozent der Bestände als überfischt, beliebte Speisefische wie der Kabeljau stehen der EU-Kommission zufolge am Rande des Kollapses. Üblicherweise hält sich die Kommission aber bei ihren Vorschlägen für die Quoten nicht an die Empfehlungen der Wissenschaftler des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES); die Minister satteln dann zumeist erneut drauf. Im April hatte die Kommission den Prozess für eine umfassende Reform der gemeinsamen EU-Fischereipolitik eingeleitet.
Quelle: DPA/ Luxemburg
EU-Komission legt Fangquoten 2010 fest

Kabeljau muss geschont werden - Teils drastische Kürzungen vorgeschlagen!
Der Kabeljau ist nach Einschätzung der Europäischen Kommission weiter überfischt. Die Behörde schlug deshalb am Freitag in Brüssel eine Reduzierung der Fangquoten um ein Viertel für kommendes Jahr unter anderem in Teilen des Ärmelkanals, im Kattegat, westlich von Schottland und in der irischen See vor.
Für die besonders für deutsche Fischer interessanten Bestände in der Nordsee konnte die Kommission noch keine Vorschläge vorlegen, da die EU diese gemeinsam mit Norwegen bewirtschaftet und es mit Oslo noch keine Einigung gab.
Die Kommission sei weiterhin sehr besorgt über den Zustand des Kabeljaus, hieß es. In der Nordsee, im östlichen Ärmelkanal und dem Skagerrak habe sich die Lage 2008 sogar noch verschlimmert, da seit 1999 kein so großer Anteil am Gesamtbestand mehr gefischt worden sei. «Noch schlimmer ist, dass es seit 2005 nicht genug ältere, laichende Fische und zu wenig zum Bestand hinzukommende Jungfische gibt», kritisierte die Behörde.
Für die am meisten bedrohten Arten schlug die Kommission teils drastische Kürzungen vor: Für Dornhai um 90 Prozent, für Schellfisch westlich von Schottland um 54 Prozent, Seezunge im östlichen Ärmelkanal um 31 Prozent und Kaisergranat rund um Irland um bis zu 30 Prozent. Ein Minus von 25 Prozent ist unter anderem für Seeteufel und Wittling in der Irischen See und westlich von Schottland sowie Hering nördlich und westlich von Irland vorgesehen. Für Hering südlich von Irland ist dagegen ein drastisches Plus von 72 Prozent vorgeschlagen.
Dagegen haben sich der Kommission zufolge einige Bestände erholt, vor allem aufgrund für mehrere Jahre festgelegte «Managementpläne». Deshalb könne die Quote für Seezunge im Golf von Biskaya um 2 Prozent und für Hering westlich von Schottland um 12 Prozent erhöht werden.
Die EU-Staaten werden Mitte Dezember über die Vorschläge der Kommission für Nordsee und Atlantik entscheiden. Kommende Woche werden die Fangmengen für die Ostsee entschieden. Üblicherweise halten die zuständigen Minister sich nicht an die Warnungen der Wissenschaftler und setzen die erlaubten Fangmengen herauf. Bereits die Vorschläge der EU-Kommission waren weniger streng als die Empfehlungen des Internationalen Rates zur Erforschung der Meere (ICES), auf die die Kommission ihre Vorschläge stützt. Insgesamt sind in der EU 30 von 35 untersuchten Fischbeständen überfischt.
Die EU-Kommission kritisierte, dass die - üblicherweise staatlich hoch subventionierten - Fangflotten nach wie vor zu groß sind und die EU-Minister außerdem in den vergangenen Jahren die Fangquoten «in mehreren Fällen so hoch (ansetzten), dass sie nicht mehr nachhaltig waren».
Quelle: DPA/ Brüssel
Fisch des Jahres 2010 - Die Karausche

Gemeinsame Aktion in Deutschland, Österreich!
Der Verband Deutscher Sportfischer (VDSF), das Österreichische Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF), das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) haben die Karausche zum Fisch des Jahres 2010 gewählt.
Damit soll ein wenig bekannter, aber dennoch interessanter Fisch der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Zudem soll darauf hingewiesen werden, dass die Karausche durch Gefährdung und Verlust ihrer Lebensräume in unseren heimischen Gewässern immer seltener wird.
Die Karausche ist eine äußerst genügsame und robuste Fischart. Bevorzugt lebt sie in kleinen, pflanzenreichen und stehenden Gewässern, kann aber auch in Flüssen mit geringer Strömungsgeschwindigkeit und im Brackwasser vorkommen. Aufgrund ihrer hohen Anpassungsfähigkeit ist sie selbst in kleinsten, sauerstoffarmen und verschlammten Dorftümpeln zu finden. Wenn das Gewässer austrocknet, kann sich die Karausche im Schlamm vergraben und einige Tage überleben. Sie kann bis zu fünf Tage ohne Sauerstoff auskommen und gilt deshalb im Tierreich als „Meister im Luftanhalten“.
Über den Winter verfällt die Karausche, eingegraben im Schlamm, in eine Art Winterstarre und kann sogar vom Eis eingeschlossen überleben. Ihr Stoffwechsel ist dann deutlich eingeschränkt. Sobald die Temperaturen steigen erwacht die Karausche wieder zum Leben.
Die Karausche gehört zur Familie der Karpfenfische (Cyprinidae). Sie hat einen gedrungenen, hochrückigen Körper und ein kleines, endständiges Maul. Die Färbung ist grau über grünlich bis zu messinggelb. Sie ist leicht mit einem jungen Karpfen zu verwechseln, hat aber im Gegensatz zu diesem keine Barteln. Leicht zu verwechseln ist sie mit dem ebenfalls zu den Karpfenfischen gehörenden Giebel. Die mittleren Größen liegen bei 20 bis 35 cm, wobei auch eine Länge von 50 cm und ein Gewicht von mehr als 3 kg möglich sind.
Quelle: VDSF