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Der Kormoran ist Vogel des Jahres 2009

 

Jedes Jahr würden bis zu 15.000 Kormorane geschossen werden, begründeten der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern ihre Wahl. Da dieser Vogel von Fischern und Anglern verfolgt werde, sei er in Deutschland lange Zeit fast verschwunden gewesen.

 

Der bis zu einem Meter große und bis drei Kilo schwere Vogel ernährt sich von Fisch und gilt als Meistertaucher. Er kann bis zu 90 Sekunden lang und 30 Meter tief tauchen. Aus Sorge um die Fischbestände kritisierten daher der Verband Deutscher Sportfischer und der Deutsche Anglerverband die Wahl der Naturschutzverbände zum Teil scharf. Eberhard Roese, Präsident des Fischereiverbands Bayern, nannte die Wahl "in höchstem Maße ärgerlich". In Europa gebe es zwei Millionen Kormorane, die den Fischfang bedrohen würden. Im vergangenen Winter seien viele Gewässer "de facto vom Kormoran leer gefressen worden". In vielen Bundesländern habe der Vogel die Betreiber von Fischzucht- und Teichanlagen an den Rand des Ruins getrieben.

 

Der Nabu hält dagegen, dass der Kormoran die Fischbestände nicht gefährde. Trotzdem hätten fast alle Bundesländer Verordnungen erlassen, die den bestehenden Schutz des Vogels untergraben. Die Tötung der Fischfresser sei flächendeckend erlaubt. Ein Jäger müsse nicht einmal nachweisen, dass ein konkreter Schaden vorliegt. Nur dank einer Vogelschutzrichtlinie der EU sei es gelungen, die meisten der heute existierenden Vogelkolonien vor allem in Küstenbereichen wieder anzusiedeln. Inzwischen lebten wieder rund 24.000 Brutpaare im Land.

 

Auch Ludwig Sothmann, Vorsitzender des bayerischen Vogelschutzverbandes, betonte, die Kormorane würden natürliche Fischbestände nicht bedrohen und langfristig keine Fischarten gefährden. Er räumte aber ein, dass es bei Fischzuchtanlagen und in Zentren der Teichwirtschaft Probleme gebe. Dort könnten mit der Berufsfischerei Lösungen gefunden werden, um Platz für Vögel und Fische zu sichern. Fischteiche könnten etwa durch weitmaschige und gut sichtbare Drahtnetze oder durch optische und akustische Signale geschützt werden.

 

Quelle: Stern

 

 

Der Aal ist Fisch des Jahres 2009

 

Der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) hat gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sportfischer (VDSF), dem Österreichischen Kuratorium für Fischerei und Gewässerschutz (ÖKF), dem Schweizerischen Fischereiverband (SFV) und dem Bundesamt für Naturschutz (BfN) den Fisch des Jahres 2009 gewählt.

 

Mit der Wahl des Europäischen Aals (Anguilla anguilla) soll auf den dramatischen Rückgang der Bestände im nahezu gesamten Verbreitungsgebiet aufmerksam gemacht werden.

 

Während in Europa in den achtziger Jahren jährlich noch rund 20.000 t Aal gefangen wurde, sind in den letzen Jahren die Fangerträge auf über 90% zurückgegangen. Die Gründe für den starken Rückgang sind vielfältig.

 

Besonders das übermäßiges Abfischen der jungen ca. 7 cm langen Fischlarven, den s.g. Glasaalen, vorwiegend an den Küsten Europas oder auf ihrer Rückwanderung von der Sargassosee in unsere Flussmündungen reduziert den Bestand dramatisch.

 

Dabei werden die Glasaale nicht nur als Besatzfisch für die heimische Aquakultur gefangen, sondern auch zu großen Teilen in anderen europäischen Ländern zu Fischkonserven verarbeitet. Die Jungaale, auf ihrem Weg vom Meer in die Flüsse hinauf, aber auch die erwachsene Aale auf dem Rückweg ins Meer müssen viele Verbauungen in Gewässern umschwimmen, um ihr Ziel zu erreichen. Turbinen von Wasserkraftanlagen werden ihnen dabei häufig zum Verhängnis.

 

Es gibt aber auch eine Reihe von Fischkrankheiten, die inzwischen einen Großteil der wild lebenden Aale erfasst hat. Die genauen Ursachen dafür sind noch nicht eindeutig geklärt, haben jedoch teilweise mit einem geschwächten Immunsystem der Fische durch die schlechte Wasserqualität in manchen Flussabschnitten zu tun.

 

In Deutschland steht der Aal bereits seit 1998 auf der Roten Liste gefährdeter Arten und auf der 14. Vertragsstaatenkonferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) wurde ein Rettungsprogramm und strenge Handelsbeschränkungen beschlossen.

 

Quelle: LVST

 

 

Raues Hornblatt im Entenfang entdeckt


Das raue Hornblatt ist in nährstoffreichen stehenden oder langsam fließenden Gewässern in ganz Deutschland, Europa, im nördlichen Asien und in Nordamerika verbreitet. Es wächst meist über humosen Schlammböden in Wassertiefen von 0,5 bis 10 Metern.


Das raue Hornblatt ist eine untergetaucht, frei schwimmende oder mit farblosen Sprossen ohne Wurzeln im Boden verankerte Wasserpflanze. Die oft rötlichen Stängel werden zwischen 30 und 100 Zentimeter lang. Die Blätter sind dunkelgrün starr und zerbrechlich. Sie sind ein- bis zweimal gabelig geteilt und tragen zwei bis vier schmale, scharf gezähnte Zipfel. Vier bis zwölf Blätter stehen in einem Wirtel.


Die unscheinbaren, getrenntgeschlechtigen Blüten stehen einzeln in den Blattwirteln. Die männlichen Blüten stehen unter den weiblichen. Sie werden etwa 3 Millimeter lang und tragen acht bis 24 Staubblätter sowie 9 bis 15 schmale Hüllbläter. Die weiblichen Blüten verfügen über nur einen Fruchtknoten. Die reifen, schwarzen und eiförmigen Früchte sind an der Basis in zwei und an der Spitze in einen Stachel ausgezogen. Die Früchte sind selten geflügelt. Der Griffelrest ist so lang wie oder länger als die Frucht. Die Pflanze blüht nur selten, dann zwischen Juli und September.

 

Quelle: Wikipedia

 

 

Krauses Laichkraut im Entenfang entdeckt

 

Seit einiger Zeit berichten Karpfenangler und Spinnfischer am Entenfang von einer Unterwasserpflanze die sich in den letzten Jahren stark ausgebreitet hat. Es handelt sich hierbei um "Krauses Laichkraut" (Potamogeton crispus), diese Pflanze ernährt sich von Schwebstoffen aus dem Wasser und bildet Sauerstoff.


Diese Wasserpflanze ist meistens zwischen Mai bis September in eutrophen (oft stark belasteten oder verschmutzen) stehenden Gewässern anzutreffen. Sie ist in ganz Deutschland und in weiten Teilen Europas und Asien häufig anzutreffen.


Das Krause Laichkraut kann 30 cm bis 2 m lang werden. Der vierkantige Stängel ist häufig zusammengedrückt. Die untergetauchte Wasserpflanze bildet längliche untergetauchte Blätter aus, die deutlich gezahnt sind. Die Nebenblätter sind vom Blattgrund frei. Die Früchte sind am Grund verwachsen und mit einem langen grünlichem schnabelartigen Auswuchs versehen.

 

Die Pflanze bildet unterirdische Ausläufer und im Herbst winterknospen direkt am Laubtrieb. Es kann zudem spezielle Überdauerungsformen ausbilden, die im Winter auf den Gewässergrund sinken und zugleich eine vegetative Ausbreitungsmöglichkeit darstellen.

 

Quelle: Wikipedia

 

 

Kormoranbestand in NRW

 

Der Kormoran unterliegt wie alle europäischen Vogelarten dem allgemeinen Schutz der EU-Vogelschutzrichtlinie. Der Kormoran gehört nicht zu den Vogelarten, für die die EU-Vogelschutzrichtlinie (EU-VSchRL) eine Bejagung in Deutschland zugelassen hat.

 

Die Art unterliegt weder dem Bundesjagdrecht noch dem Landesjagdrecht NRW, daher sind auch keine Jagdzeiten für den Kormoran festgelegt. Mit der seit 30.06.2006 in Kraft getretenen geänderten Kormoranverordnung wurde allerdings eine generelle Abschusszeit festgelegt. Kormorane dürfen danach zwischen dem 16. September und dem 15. Februar geschossen werden. Dabei sind teilweise örtliche Beschränkungen zu berücksichtigen.

 

Mit dem Anfang 2008 in Kraft getretenen so genannten Kormoranerlass sind die Abschussmöglichkeiten für Kormorane nochmals ausgedehnt worden. Nun darf der Vernichtungsfeldzug auch in Naturschutzgebieten geführt werden. Dabei wurden im Winterhalbjahr 2006/2007 bereits allein aufgrund der Kormoranverordnung über 2300 Kormorane in NRW getötet - rund ein Drittel des gesamten Winterbestandes. Tendenz steigend!

 

Abschusszahlen NRW
2004: 63 (Auskunft LANUV)
2006/2007: 2.362 (davon Fallwild: 11)
2007/2008: 3.267 (davon Fallwild: 7)

 

2004 gab es circa 878 Brutpaare in NRW (Mitteilung LÖBF/NWO 2005). Aktuell stagniert der Kormoranbestand bei rund 1000 Brutpaaren. Auch der Winterbestand steigt mit 4000-6000 Exemplaren schon seit einigen Jahren nicht weiter an.

 

Quelle: NABU